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Club - Aktuelles
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 14. Februar 2011 um 19:49
Vom 18. bis 20. Juni 2010 fand im Kurhotel Bad Vöslau unsere 1. Klubausstellung des 1. Bonsaiclub Wiens statt.

Die Ausstellungshalle wird im Kurbetrieb für Film- und Theater-Veranstaltungen verwendet, ist nahezu rund und hat eine nutzbare Fläche von etwa 600 m².

Nahezu alle Mitglieder nutzten die Gelegenheit ihre Bonsai – und solche, die es noch werden sollen – zu präsentieren. Wir waren völlig überwältigt von der Artenvielfalt und den vielen schönen und unterschiedlichen Baumgestaltungen.

Besonderes Interesse fand der Ausstellungsteil „Vom Samen zum Bonsai“.

Die Besucherinnen und Besucher konnten anhand von ausgestellten Bäum(ch)en derselben Art aber unterschiedlichen Alters sehen, wie aus einem kleinen Sämling mit den Jahren ein Bonsai geformt wird.

Heinz Mauder stellte viele der Pflanzen zur Verfügung und stand dem interessierten Publikum beratend zur Seite.

Ebenso anziehend war die Suiseki-Abteilung von Alois Dorner. Mit in seiner humorvollen Art präsentierte er die kunstvollen Steine und Steinanordnungen.

Die Steine repräsentieren in ihrer natürlich vorkommenden Form Gegenstände, die wir zum Beispiel als Gebrauchsgegenstände nutzen.

Die Auflösung, was welcher Stein darstellt, war von Hrn. Dorner zu erfahren und auch auf den beigestellten Beschriftungskarten zu lesen.

In Erstaunen versetzte Herbert Lober nicht nur die Besucherinnen und Besucher mit seinem selbst gebastelten Modell einer Tokonoma sondern auch mit seinen Mame- und Shohin-Bonsai.

Die Tokonoma ist kaum größer als ein umgekippter Schuhkarton und die Bäume, sofern man diese aufgrund der Größe überhaupt als Bäume bezeichnen möchte, sind so klein, dass die Betrachtung aus etwa ein bis zwei Meter an künstliche Einrichtungsgegenstände in einem Puppenhaus erinnern.

Erst das näher Kommen eröffnet dem Publikum die kleine, lebendige Welt von Bonsai Bäumen.

Besonders freute uns, dass Mitglieder von „Ikebana International Chapter Wien“ unsere Ausstellung mitgestalteten. 
Sie arrangierten Blumengestecke („Ikebana“) zu ausgewählten Gedichten.

Der Maler Yu Feng – er unterrichtet u. a. an der Universität in Wien – schrieb und malte die einzelnen Gedichte mit chinesischen Schriftzeichen auf jeweils eine etwa 2 Meter hohe Stoffbahn.

 
Resümee: Eine sehr gelungene Ausstellung, die nicht nur die Aussteller, sondern auch die Besucherinnen Besucher äußerst positiv überraschte.
Die Komposition von Bonsai und Ikebana ist offensichtlich sehr geglückt und der 1. Wiener Bonsaiclub hat das Potential Ausstellungen zu organisieren und auszustatten.

 

Aktualisiert ( Mittwoch, 16. Februar 2011 um 17:16 )